Beschreibung

Die Heilige Odilia, Schutzpatronin des Elsass
Ende des 7. Jahrhunderts hoffte Aldarich, Herzog des Elsass, sehnlichst auf einen Erben. Als seine Frau jedoch gebar, kam ein Mädchen zur Welt, das zudem blind war. Aldarich lehnte diesen Schicksalsschlag ab und befahl, das Kind zu töten. Das Kind wurde jedoch von seiner Mutter beschützt, die es in einem Kloster versteckte, und so gerettet.
Im Alter von 12 Jahren erlangte es bei seiner Taufe auf wundersame Weise sein Augenlicht zurück. Daher wurde es „Odile” genannt, Kind des Lichts.
Kurz nach ihrer Taufe äußerte Odile den Wunsch, nach Hause zurückzukehren.
Ihr Bruder Hugues reagierte darauf mit Eifer und lud sie in sein Schloss ein. Vor Wut außer sich tötete Aldaric seinen Sohn, doch von Reue geplagt holte er seine Tochter zu sich zurück, unter der Bedingung, dass sie einen Mächtigen des Königreichs heiraten würde.
Odile hatte jedoch beschlossen, ihr Leben Gott zu widmen, und im Wald geschah ein zweites Wunder. Auf der Flucht vor ihrem Vater stieß Odile gegen einen Felsen, der sich öffnete, um sie zu schützen. Aldaric, der von dem Wunder überzeugt war, ließ seine Burg Hohenbourg in ein Kloster umbauen, und so wurde Odile die erste Äbtissin des nunmehrigen Klosters.






